Erste Hilfe und Roboter programmieren: Zwei spannende Lernangebote für Kitakinder
Erste Hilfe
Die Zaunkönige haben sich kürzlich mit der Frage beschäftigt, was zu tun ist, wenn jemand Hilfe braucht. Dafür übten sie zunächst einfache Handgriffe, wie zum Beispiel das richtige Aufkleben eines Pflasters. Dabei wurde besprochen, dass man eine kleine Wunde zuerst anschaut, säubert und das Pflaster vorsichtig auf die verletzte Stelle klebt. Besonders wichtig war der Notruf. Die Zaunkönige erfuhren, dass sie bei einem echten Notfall die Nummer 112 wählen sollen, z.B. wenn jemand auf dem Boden liegt, sich nicht bewegt und nicht reagiert. Gleichzeitig haben wir betont: Ein Notruf ist nur für echte Notfälle da und kein Spiel.
Notruf am Telefon üben
In Rollenspielen probten die Zaunkönige ein Notrufgespräch. Sie lernten, die wichtigen W-Fragen zu beantworten: Wer ruft an? Wo ist etwas passiert? Was ist passiert? Wie viele Menschen brauchen Hilfe? Welche Verletzungen gibt es? Außerdem übten sie, am Telefon zu bleiben und auf Rückfragen zu warten. Das haben die Kinder großartig gemacht. Wir sind so stolz auf sie.
Hilfe bei typischen Beschwerden
Auch typische Beschwerden aus dem Kita-Alltag haben wir besprochen. Bei Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen sollen sie einer erwachsenen Person Bescheid sagen, sich ausruhen und gemeinsam überlegen, was ihnen helfen kann. Sie lernten, bei einem Bienenstich ruhig zu bleiben, Hilfe zu holen und die Stelle zu kühlen. Darüber hinaus wissen die Kinder, wie sie sich bei Nasenbluten verhalten können. So haben wir die Erste Hilfe für die Kinder greifbar gemacht: Sie lernten, dass sie selbst helfen können, indem sie aufmerksam sind, Erwachsene holen und wichtige Informationen weitergeben.
Workshop „Roboter programmieren“ im Technikmuseum
Ein weiteres Lernangebot im Juli war der Besuch im Technikmuseum zum Workshop „Roboter programmieren“. Zu Beginn erzählten die Kinder, welche Roboter sie bereits kennen und wo uns Roboter im Alltag begegnen: zum Beispiel als Staubsaugerroboter, Roboter aus Filmen oder Maschinen, die Menschen bei bestimmten Aufgaben helfen.
Wie Roboter funktionieren
In der Theorieübung überlegten die Kinder, wie ein Roboter eigentlich funktioniert. Schnell wurde den Kindern deutlich: Ein Roboter macht nicht einfach irgendetwas, sondern braucht genaue Befehle. Daraus entstand die Frage, was ein Programm ist und wie Menschen einem Roboter mitteilen können, was er tun soll. Das haben wir durch ein Bewegungsspiel veranschaulicht: Ein Kind spielte den Roboter, die anderen Kinder gaben Befehle. Der „Roboter“ durfte nur das tun, was genau gesagt wurde. So merkten sie, dass Befehle eindeutig und klar sein müssen, damit der Roboter sein Ziel erreicht.
Selbst programmieren
Danach lernten wir die einfache Pfeilsprache kennen. Pfeile zeigten an, ob der Roboter nach vorne gehen, sich drehen oder anhalten soll. Schritt für Schritt probierten die Kinder, wie man aus mehreren Pfeilen eine kleine Abfolge baut. So entstanden erste kleine Programme. Im praktischen Teil durften die Großen selbst einen Roboter programmieren. Sie planten Wege, testeten ihre Befehle und verbesserten sie, wenn etwas noch nicht funktionierte. Zum Abschluss ließen wir die Roboter gemeinsam tanzen. Dabei konnten alle sehen, wie aus einfachen Befehlen eine gemeinsame Bewegung entsteht.
Was die Zaunkönige dabei gelernt haben
Beide Angebote stärken wichtige Kompetenzen: Die Zaunkönige übten, Verantwortung zu übernehmen, aufmerksam zu handeln und sich gegenseitig zu unterstützen. Gleichzeitig lernten sie, Fragen zu stellen, genau zuzuhören und Schritt für Schritt Lösungen zu finden.
Während die Erste-Hilfe-Einheit Sicherheit im Alltag vermittelte, zeigte der Robotik-Workshop, wie spannend Technik und Programmieren schon für Kitakinder sein können. Beide Themen wurden spielerisch erfahrbar gemacht und boten viele Gelegenheiten zum Ausprobieren, Nachfragen und gemeinsamen Lernen.
Fotos: KITA Adlerküken